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Nicole Lenhardt

Leinenführigkeit beim Hund

Neben Milo’s Herkunft ist das meist gefragte Thema bei uns die Leinenführigkeit. Anscheinend sind sehr viele überrascht, wie gut Milo an der Leine läut. Deshalb möchte ich eurem Wunsch natürlich nachkommen und es gibt meine Tipps zur Leinenführigkeit beim Hund. 

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Konsequenz

Der Schlüssel zum Erfolg ist definitiv die Konsequenz. Gerade bei sturen Hunden (wie Milo) ist es unabdingbar, dass ihr wirklich hart und konsequent daran arbeitet. Das heißt, wenn ihr euch für ein Training zur Leinenführigkeit beim Hund entscheidet, dann müsst ihr es auch zu 110% umsetzen!

Mein Trainingsansatz

Als Milo in die Pubertät kam, war von Leinenführigkeit überhaupt nichts zu sehen. Er hat gezogen wie ein Ochse und seine Aufmerksamkeit war überall, nur nicht bei mir. Deshalb bin ich dieses Thema mit etwa 7 Monaten angegangen. 

Wenn man ein bisschen googelt oder einen Hundetrainer um Rat fragt, bekommt man haufenweise Trainingsansätze für die Leinenführigkeit. Unsere damalige Hundeschule hat das mit einem Leinenrucker gemacht, was mir persönlich aber überhaupt nicht als Trainingsmethode gefiel. 

Ich habe mich für das „stehen bleiben“ entschieden. Wie funktioniert das? Sobald die Leine gespannt war bin ich stehen geblieben. Ich habe nicht mit Milo geredet und ihm keine Anweisungen gegeben, ich bin einfach stehen geblieben. Sobald er sich dann umgedreht hat und zu mir gelaufen ist – sodass die Leine wieder locker hing – bin ich weitergelaufen. Sobald wieder Spannung drauf war, bin ich wieder stehen geblieben. 

Das ganze haben wir dann über mehrere Wochen konsequent geübt und nach 1-2 Monaten war es gar kein Thema mehr. 

Die Leinenführigkeit kann aber nur funktionieren, wenn ihr wirklich absolut konsequent seid! Also wenn ihr zur Arbeit, Uni oder einem Termin müsst, dann plant auf jeden Fall das 3 bis 4-fache der üblichen Zeit ein! Denn wenn ihr euren Hund dann ziehen lasst, merkt er sich das und ihr fallt wieder um Längen im Training zurück! 

Am Anfang haben wir für eine Runde um den Park (eigentlich ca. 10 Minuten) eine gute Stunde gebraucht. Aber das ist normal – vor allem bei pubertierenden oder sturen Hunden. Auch wenn dein Hund schon seit Jahren an der Leine zieht, wirst du extrem konsequent durchgreifen müssen! 

Das Training ist wirklich hart und du wirst oft an die Grenzen deiner Nerven kommen. Aber es lohnt sich! Überfordere deinen Hund aber nicht gleich zu Beginn. Such dir eine eher abgelegene Gassistrecke, damit ihr nicht an zahlreichen Hunden o. Ä. vorbeilauft (was natürlich viel anstrengender und aufregender für deinen Hund ist). 

Im Laufe der Pubertät gab es immer mal wieder eine kurze Phase, wo Milo versucht hat zu diskutieren. Sollte er mal ziehen, bleibe ich sofort stehen und warte bis er sich von selbst korrigiert. 

Mittlerweile ist es bei uns wirklich gar kein Thema, tatsächlich habe ich Schwierigkeiten ihn zum Ziehen zu bringen (beim Zughundesport), weil er die Leinenführigkeit so verinnerlicht hat xD

Ausnahme!

Beginne mit dem Training der Leinenführigkeit immer erst, wenn dein Hund sein Geschäft schon erledigt hat. 

Habt ihr noch Fragen bezüglich der Leinenführigkeit beim Hund? 

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